Nassrasierer

Die große Frage: nass oder trocken?

Wohl kaum eine andere kosmetische Frage beschäftigt die Herrenwelt so sehr wie die nach der Nass-oder Trockenrasur. Dass mit feststehenden Rasiermessern – logischerweise mechanisch und nass – die Barthaare abgeschabt wurden, hat eine lange Geschichte. Diese erlebte eine Revolution, als im Jahr 1901 King Camp Gillette den sogenannten Rasierhobel, also den mechanischen Rasierapparat mit doppelseitiger Sicherheitsklinge erfand.

Der erste Trockenrasierer wurde 1915 erdacht von Johann Bruecker, und besaß einen mechanischen Aufziehmotor. Elektrisch wurde diese Apparatur erst in den 30er Jahren. Ein erster handlicher Elektrorasierer, der auch wegen der geringeren Verletzungsgefahr als Sicherheitsrasierer bekannt war, kam 1937 von der Firma Remington auf den Markt. Philips folgte wenig später, wenngleich der Elektrorasierer erst nach dem II. Weltkrieg seinen weltweiten Siegeszug antrat.

Seither gibt es Nutzer und Verfechter beider „Fraktionen“, die jeweils der Meinung sind, das beste Konzept zu gebrauchen. Wer starken Bartwuchs hat, greift oft zum Nassrasierer, und arbeitet später am Tag, wenn sich die ersten dunklen Schatten bereits wieder zeigen, mit einem Elektrorasierer nach. Beide Varianten haben Vor-und Nachteile – jeder sollte für sich entscheiden, womit er sich wohler fühlt und was für ihn das Non-plus-Ultra darstellt.

Die Vorteile des Nassrasierens

Jeder der zum Nassrasieren tendiert hält dies für ideal, oder geht zumindest davon aus, dass die Vorteile überwiegen.

Statistiken zufolge rasiert sich jeder zweite Mann in Deutschland täglich. Er tut dies für ein gepflegtes Äußeres und ein gutes Gefühl. Nicht jeder legt dabei Wert auf ein völlig glattes Gesicht, auch wer einen Bart trägt, muss sich rasieren, wenn auch nicht ganzflächig.

Doch vor allem diejenigen, die ein völlig rasiertes Gesicht haben wollen, brauchen eine gründliche Rasur – und greifen deshalb meist zum Nassrasierer. Denn er gilt nach wie vor als gründlicher als der elektrische Rasierapparat.

Der Grund dafür ist, dass sich die Klingen sehr gut der Gesichtskontur anpassen können. So wird das Haar direkt über der Hautoberfläche abgeschnitten, ohne dass es dazwischen einen Abstand gibt. Außerdem werden vor der Nassrasur mit Rasierschaum die Stoppeln aufgequollen, sodass sie noch einfacher abzuschneiden sind.

Einen ähnlich guten Effekt vor dem Rasieren hat die Dusche, da das warme Wasser ebenfalls dafür sorgt, dass die Barthaare weich sind und sich die Poren der Haut öffnen. Rasiert wird meist entgegen der Wuchsrichtung der Barthaare, damit diese von der Klinge zunächst aufgestellt werden und besser unter die Schneide geraten. Manch einer rasiert jedoch auch mit der Wuchsrichtung, was für die Haut schonender ist.

Die Nachteile des Nassrasierens

Doch ganz so einfach ist es nicht: Die Frage nach nass oder trocken würde sich nicht stellen, wenn es nicht auch bei der Nassrasur ein paar Nachteile geben würde. Nicht jeder verträgt die vergleichsweise ruppige Art der Rasur mit dem Nassrasierer, und reagiert darauf mit gereizter Haut. Manch einer kann sich deshalb mit der Nassrasur nicht anfreunden, weil er immer wieder unter geröteter Haut nach der Rasur zu leiden hat oder sogar dem gefürchteten Rasurbrand.

Außerdem ist ein weiterer Nachteil der Nassrasur die Verletzungsgefahr. Denn während man sich mit den Klingen des Nassrasierers schnell schneiden kann, ist der Elektrorasierer völlig „harmlos“ und kann nicht zu Verletzungen führen.

Begegnen kann man beiden Nachteilen, in dem man hochwertige Klingen benutzt und diese auch nur, solange sie wirklich scharf sind. Stumpfe Klingen im Nassrasierer führen fast zwangsläufig zu Hautirritationen und kleinen Verletzungen.

Ebenfalls als Nachteil empfunden wird oft der wesentlich größere Aufwand, da man die Nassrasur nur im Badezimmer, mit Wasser und Spiegel durchführen kann, während eine Rasur mit dem Elektrorasierer auch mal schnell zwischendurch im bekleideten Zustand und sogar im Auto durchführbar ist. (Vorausgesetzt man hat ein Akkugerät). Insgesamt sind der zeitliche Aufwand und der des Zubehörs beim Trockenrasieren einfach geringer.

Was wird für das Nassrasieren benötigt?

Für die Nassrasur wird einiges Equipment benötigt, was manch einer als Nachteil gegenüber der Trockenrasur empfindet. Andererseits gibt es Verfechter des Nassrasierens, die dieses als stilvoll empfinden.

Benötigt wird ein Rasierpinsel. Dieser sollte hochwertig sein, wobei es verschiedenste Arten von Borsten gibt, wie zum Beispiel Dachshaar oder synthetisch hergestellte Haare, Rosshaar und Weitere.

Des Weiteren natürlich den Rasurhobel mit einer scharfen Klinge und schließlich die Rasierseife, auch als Schaum, Creme oder Ähnliches erhältlich, die im Wasser aufgeschäumt wird. Diese gibt es inzwischen auch als Fertigprodukt, ähnlich dem Schaumfestiger.

Für die Nachbehandlung braucht man ein Aftershave, was es für empfindliche Haut auch ohne Alkohol gibt. Rasieröl und dergleichen mehr sollen das klassische Rasierwasser ersetzen, und können je nach Bedarf eingesetzt werden.

Welche sind die besten Geräte? – der große Nassrasierer-Vergleich

Will man nun einen Nassrasierer kaufen, hat man die Qual der Wahl. Denn das Angebot ist groß und die Auswahl nicht immer einfach. Es gibt mehrere namhafte Hersteller, und die Nassrasierer werden mit verschiedenen Vorteilen und mit unterschiedlichem Zubehör angeboten.

Unser Vergleich hat ergeben, dass –zumindest von den bekannten Unternehmen – keine Nassrasierer gibt, die ihre Aufgabe nicht erfüllen würden. Manche sind sehr teuer, andere haben kleinere Nachteile in Verarbeitung oder insgesamt in der Qualität. Doch alles in allem schneiden die meisten Geräte recht gut ab.

Um die Auswahl ein bisschen zu erleichtern oder einen Richtwert zu liefern, haben wir drei Beispiele herausgegriffen. Einen Testsieger, der uns am meisten überzeugte, einen Preissieger, der bei ordentlicher Qualität einen unschlagbaren Preis bietet und sprechen schließlich auch eine Kaufempfehlung aus für alle, die eine gute Qualität haben wollen, ohne auf ein Spitzenprodukt aus dem höherpreisigen Segment zu bestehen.

Der Vergleichssieger ist ein Modell vom Branchenvorreiter Gillette. Der Fusion ProGlide Power ist eine Weiterentwicklung diverser Vorgängermodelle von Gillette, die allesamt eine große Anhängerschar haben. Ständige Weiterentwicklungen sorgen dafür, dass dies so geblieben ist.

Unsere Kaufempfehlung, die gute Leistung mit gutem Preis verbindet, kommt von Wilkinson – ebenfalls ein Markenhersteller mit hohen Qualitätsansprüchen. Hier ist die Besonderheit, dass aus einem Spender während der Rasur Geld auf die Haut gegeben wird – eine Wohltat für das Gesicht und eine herausragende Innovation des Herstellers.

Der Preissieger kommt wiederum von Gillette. Hier kann das Unternehmen mit guter Qualität punkten, die zu einem unschlagbaren Preis angeboten wird. Ein Klassiker mit ordentlicher Leistung, den jeder Mann verwenden kann.

Vergleichssieger

Gillette Fusion ProGlide Power

Unser Vergleichssieger heißt Gillette Fusion ProGlide Power. Das Haus Gillette gilt als einer D E R Markenhersteller unter den Anbietern von Rasurzubehör mit einer langen Tradition.

Wie oben erwähnt, ist der Gründer des Unternehmens der Erfinder des klassischen Rasierhobels.

Als Vorteil  sehen wir vor allem die superdünnen Klingen aus dem Haus Gillette, die dafür sorgen, dass effektiv geschnitten und nicht gezerrt und gezogen wird.

Die Flex-Ball-Technologie sorgt dafür, dass sich der Rasierer noch besser jeder Kontur des Gesichts anpassen kann und ihm kein Haaransatz entgeht. Da mehrere Klingen ein Zusammenspiel bilden, wird weniger Druck pro Klinge benötigt.

Außerdem bietet der Rasierer auf seiner Rückseite einen Präzisionstrimmer, mit dem schwierig zugängliche Stellen rasiert werden können. (Dies ist vor allem für Bartträger interessant). Durch ProGliede Power werden beruhigende Mikroimpulse ausgesendet, die durch eine Batterie gespeist werden.

Dank der Flex-Ball-Technologie kann sich der Klingenkopf in alle Richtungen drehen, dazu kommen für höchsten Komfort der Klingenstabilisator und die Klingenfederung. Die Gleitfähigkeit ist enorm und sorgt für glatte Haut ohne Reizungen.

Kaufempfehlung

Wilkinson Sword Hydro 5

Eine Kaufempfehlung gibt es für den Wilkinson Sword Hydro 5. Auch Wilkinson ist ein Markenprodukt und ein namhafter Hersteller, von dem Qualität zu erwarten ist.

Ein feuchtigkeitsspendendes Gel-Reservoir® soll im Zusammenspiel mit den 5 UltraGlide®-Klingen eine angenehme und gründliche Rasur ermöglichen.

Das Gel-Reservoir® wird durch Wasser aktiviert und sorgt so dafür, dass bei der Rasur weniger Reibung entsteht, die wiederum dafür verantwortlich ist, dass Hautreizungen nicht ausbleiben.

Besseres Gleiten der Klingen kommt noch als Vorteil hinzu – eine gelungene Innovation.

Der sogenannte Flip Trimmer ermöglicht eine gründliche und schonende Rasur, und dazu noch präzises Schneiden von Konturen. Dafür wird das Gel-Reservoir® einfach zurückgeklappt. Der optimale Abstand der Klingen hat außerdem den Vorteil, dass sich das Gerät leicht abspülen lässt.

Insgesamt also ein sehr gutes Gerät für einen vernünftigen Preis, den es wert ist.

Preissieger

Gillette SensorExcel

Unser Preissieger im Test ist der Gillette Sensor Excel Rasierer. Dieser ist mit schützenden Lamellen aus Gummi ausgestattet und federnd gelagerten Doppelklingen für eine gründliche und gleichzeitig komfortable Rasur.

Das schmale Design ermöglicht auch die Rasur an schwer zugänglichen Stellen.

Sehr gut ist die Präzision, die man mit diesem Rasierer erreicht. Er kann als vernünftiger und scharfer Rasierer gelten, der präzise und preisgünstig seine Arbeit verrichtet.

Natürlich muss bei einem derart preiswerten Gerät auf innovative Highlights verzichtet werden. Dennoch kann man damit problemlos und sehr gut rasieren.

Häufige Fragen und Antworten

Was kann der Nassrasierer, was andere Geräte nicht können?

Bei der Wahl ob Trocken oder Nass stellen sich für Viele die Frage, was der Nassrasierer kann, und der Elektrorasierer schuldig bleibt. Da wäre natürlich als Antwort die gründliche Rasur zu nennen. Denn ein solch spiegelglattes Gesicht wie mit einem Nassrasierer wird man mit dem besten Elektrogerät nicht erreichen.

Ein weiterer Punkt, den viele Männer zu schätzen wissen: der Nassrasierer kann auch in der Badewanne oder unter der Dusche benutzt werden. Für viele gehört diese Art der Gesamtpflege einfach zum Wohlfühlprogramm dazu, wobei dies mit einem Elektrogerät selbstverständlich nicht möglich ist.

Wie schneiden Nassrasierer im Vergleich zu Elektrogeräten ab?

Nassrasierer sind im Vergleich zu Elektrorasierern wesentlich preiswerter, das ist klar. Allerdings sind sie auch schneller verbraucht, wobei das Wechseln der Klingen noch dazukommt. Die Klingen sind häufig das, was den Nassrasierer auf Dauer teurer werden lässt als ein gutes Elektrogerät. Davon allein sollte man also die Entscheidung nicht abhängig machen.

Der Vorteil: wer sich nass rasiert, kann auch mal einen Einwegrasierer benutzen, etwa wenn der Eigene vergessen wurde. Der Nassrasierer ist klein und passt in jedes noch so winzige Gepäck, wobei aber auch das dazugehörende Equipment nicht vergessen werden darf (Rasierschaum-und Pinsel), was beim Elektrischen wiederum nicht benötigt wird.

Bei einem Vergleich des gründlichen Rasurergebnisses haben die Nassrasierer immer die Nase vorn, da gibt es nichts dran zu ändern. Allerdings liegen sie auch an der Spitze, wenn es um Verletzungen und gereizte Hautpartien geht.

Das elektrische Rasieren hat einen klaren Vorteil, wenn es um die Geschwindigkeit der Rasur geht. Jedoch sollte man diesen Vorteil nur nutzen, wenn es schnell gehen muss oder wegen des geringen Bartwuchses keine besondere Gründlichkeit nötig ist. Die Hautreizungen, die bei Nassrasuren schneller entstehen, können durch moderne Technologien und entsprechende Pflegemittel ausgeglichen werden.

Worauf sollte man achten, will man einen Nassrasierer kaufen?

Will man einen Nassrasierer kaufen, gibt es gleich mehrere Dinge zu beachten. Die meisten entscheiden sich schon mal per se für ein Produkt von einem Markenhersteller. Doch auch unter diesen sind Unterschiede festzustellen. Vor allem dann, wenn es spezielle Rasierer sind, also solche mit neuen, innovativen Merkmalen.

nassrasierer kaufen

Beim Kauf achten sollte man außerdem auf die Folgekosten, das heißt, mit welchem Preis die Klingen zu Buche schlagen, die man ja doch relativ häufig benötigt.

Allerdings gilt es auch hier Qualität zu kaufen, denn billige Klingen, die nicht nur preiswert sondern auch weniger gut sind, hinterlassen Stoppeln und unschöne rote Flecken auf der Haut. Dazu ziepen sie beim Rasieren.

Abzuraten ist für die Dauernutzung von Einmalrasierern. Diese kann man durchaus mal unterwegs verwenden, wenn gerade nichts anderes zur Hand ist. Aber im Prinzip sollte es schon etwas Hochwertigeres sein.

Dank der Neuerungen, die die Nassrasierer – vor allem bei den Markenprodukten – immer wieder vorweisen können, kann man beim Kauf auf Verschiedenes Wert legen: so zum Beispiel auf Sonderfunktionen wie den erwähnten Flexball oder auch die Vibrationen des Gerätes.

Wer empfindliche Haut hat, sollte zu einem Modell greifen, welches das Gel bei der Rasur abgibt. Die Griffe sind unterschiedlich gearbeitet – hier lohnt sich das Ausprobieren, was am besten in der Hand liegt oder dem jeweiligen Nutzer in seinen üblichen Bewegungen besonders nahe kommt.

Die Qualität liegt zu einem großen Teil bei den Klingen. Diese sollen sich nicht zu schnell abnutzen, aber dennoch möglichst dünn sein, um scharf zu sein und gut zu schneiden. Auch hier lohnt sich das Ausprobieren, welcher Hersteller den persönlichen Bedürfnissen am Ehesten entspricht.

Welche Marken sind empfehlenswert und wodurch unterscheiden sie sich von Anderen?

Welche Marken empfehlenswert für den Kauf eines Nassrasierers sind, ist natürlich Ansichtssache. Aber ein paar Hersteller haben sich doch über die Jahre einen sehr guten Namen gemacht und werden immer wieder gern gekauft.

Egal welche Nassrasierer Tests man auch ansieht, immer unter den Gewinnern sind die Produkte von namhaften Herstellern wie Gillette oder Wilkinson. Sie gelten als Matadore des Geschäftes und blicken auf eine lange Erfahrung im Geschäft zurück. Ebenfalls gute Rasierer stellt die Firma Philips her.

Fazit

Nassrasieren ja oder nein – diese Frage kann auch hier nicht beantwortet werden. Denn für wen das eine oder andere besser ist kann man nur selbst ausprobieren. Solange sich junge Männer nur ein oder zweimal die Woche rasieren, wird in den meisten Fällen der Elektrorasierer ausreichen. Bei einem starken Bartwuchs greift man dann besser zur Nassrasur.

Klar ist, dass das klassische Nassrasieren die gründlichere Variante ist, die zu einer weichen und völlig stoppelfreien Haut führt. Gerade für Herren mit starkem Bartwuchs ist das also interessant.

Es gehört jedoch ein wenig Übung dazu, damit man sich nicht schneidet und auch die Haut nicht zu sehr gereizt wird.

Gerade der gefürchtete Rasurbrand sollte nicht entstehen – dafür probiert man am besten aus, welcher Nassrasierer der beste ist und welches Pflegemittel sich damit gut verträgt.

Nassrasieren ist für viele Männer ein Ritual, welches zur täglichen Pflege gehört und ein Gefühl von Frische vermittelt. Die Trockenrasur wird oft nur als Ergänzung, zum Beispiel am Abend vor dem Ausgehen oder wenn es schnell gehen muss, angesehen.

nassrasierer kaufen

Die Pflege mit einem Nassrasierer gehört oftmals zu einem festen Ritual

Wer die Nassrasierer eines Herstellers besonders mag, sollte immer auf dem Laufenden bleiben, wenn es etwas Neues gibt. Denn man ist ständig bemüht, zu Gunsten von hervorragendem Rasurergebnis und Bequemlichkeit Neuerungen in die Nassrasierer einzubauen wie die Gelspender oder Ähnliches. Daher ist es durchaus zu empfehlen, wenn man den Rasierer von Zeit zu Zeit gegen ein neues Modell austauscht.

Die namhaften Marken der Branche sind Wilkinson und Gillette, wobei es durchaus auch andere erwähnenswerte Hersteller gibt, die gute Nassrasierer herstellen, wie zum Beispiel Philips. Auch manches Billigprodukt kann im Test überzeugen, wobei die hochwertigen Geräte meist von dem einen oder anderen Branchenprimus stammen.